10.
MARLER
MEDIENPREIS
MENSCHENRECHTE
2017 - FERNSEHEN
Preisträger

Ehrenpreis

Artur „Atze“ Brauner

Mit seinen Filmen gegen das Vergessen hat Artur Brauner gezeigt, jeder kann mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einen Beitrag zur Aufklärung über Entstehen und Folgen von Rassismus, Intoleranz und Menschenrechtsverletzungen leisten. Vorbildlich, andauernd und schier unermüdlich hat er uns das beispielhaft vor Augen geführt.

Sonderpreis

aspekte Spezial Türkei

ZDF - 11. 11. 2016
Moderation: Katty Salié, Can Dündar
Redaktion: Daniel Fiedler, Jutta Louise Oechler, Anna Riek
Eine ganze Aspekte-Sendung zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit: das an sich ist schon etwas Besonderes. Und Can Dündar, der wegen politischer Verfolgung selbst in Deutschland im Exil lebt, die Ko-Moderation neben Katty Salié zu übertragen und damit eine Stimme zu geben: ein Zeichen der Solidarität und Verstärkung der ausgesprochen aktuellen Thematik. Dass auch die Situation in Ungarn thematisiert wird, zeigt auf, Bedrohungen und Beschränkungen grundlegender Menschenrechte nehmen auch innerhalb der EU zu.

Magazin Inland

MONITOR: Afghanistans "sichere Gebiete" Das zynische Spiel der Bundesregierung

WDR - 17. 3. 2016
Autoren:Nikolaus Steiner, Jakob Paßlick
Redaktion:Andrea Miosga
Am Beispiel Afghanistans werden viele Widersprüche zwischen der Situation in den sogenannten „sicheren Gebieten“ und den Handlungen und Argumentationen der Bundesregierung deutlich. Dem Beitrag gelingt es dadurch in besonderem Maße, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Diskussion um Schutz und Asyl nicht allein aus einer innenpoliti­schen, sondern vor allem aus einer humanitären Perspektive geführt werden muss.

Magazin Ausland

Kontraste: Tausende Flüchtlinge in Griechenland, von der EU vergessen

rbb - 21. 4. 2016
Autoren:Caroline Walter, Christoph Rosenthal
Redaktion: Reinhard Borgmann
Mit bedrückenden Bildern von einzelnen Schicksalen wird auf die zum Teil ausweglose Situation von Geflüchteten aufmerksam gemacht und zudem wird die unterschiedliche rechtliche Behandlung der Menschen aus Afghanistan und Syrien hart kritisiert. Deutlich ist auch das Interview mit dem griechischen Innenminister, der die fehlende Unterstützung Europas beklagt.

Doku Inland

My Escape - meine Flucht

WDR - 10. 2. 2016
Produktion: WDR, der Deutschen Welle (DW) und Berlin Producers
Buch und Regie: Elke Sasse
Redaktion: Jutta Krug
Der Film schildert die Flucht nach Deutschland aus Sicht der Geflüchteten, indem er ihre Handyvideos und Interviews nach der Flucht kombiniert. Es bleibt ein starker Eindruck durch die Bilder der Fluchtwege sowie deren Beschreibung durch die geflüchteten Menschen. die solche Gefahren und Strapazen nicht „einfach so“ auf sich nehmen. Fluchtursachen werden benannt und es berührt zu sehen, welch große Hoffnungen die jungen Menschen insbesondere auf Deutschland setzen. Der Film setzt hoffentlich einen Kontrast zu vielen Vorurteilen gegenüber Geflüchteten.

Doku Ausland

Die Story im Ersten: Erstickt im LKW – Das Ende einer Flucht

NDR / WDR - 22.8.2016
Autoren: Elena Kuch, Sebastian Pittelkow, Amir Musawy, Volkmar Kabisch, Georg Heil
Redaktion: Britta von der Heide NDR, Petra Nagel WDR, Dirk Neuhoff NDR, Stephan Wels NDR
Akribisch wird ein Verbrechen aufgerollt und am Ende wissen wir, warum Flucht zur Todesfalle werden kann. Mörder, die mit Flucht Geld verdienen und Europas Politik der Abschottung zerreibt auch die, die überleben, die Leistung des Beitrages ist auch, den Opfern die Anonymität zu nehmen, ihnen ein Gesicht zu geben.

Film

Meister des Todes

SWR, BR, ARD Degeto - 23. 9. 2016 Produktion: diwafilm
Redaktion: Manfred Hattendorf SWR, Michael Schmidl SWR, Christine Strobl ARD/Degeto, Claudia Gladziejewski BR
Buch: Gert Heidenreich, Daniel Harrich
Recherche: Wolf-Dieter Vogel, Jürgen Grässlin
Regie: Daniel M. Harrich
Darstellung: Hanno Koffler, Heiner Lauterbach, Alina Levshin, Veronica Ferres, Michael Roll, Udo Wachtveitl, Axel Milberg
Ein spannender Politthriller der wegen seines realen Hintergrundes erschreckend deutlich klarmacht, die in Wirklichkeit Agierenden sind immer bösartiger, hinterhältiger und raffgieriger, als ein Drehbuchautor sich das ausdenken kann. Gut zu wissen, dass der Film mitgeholfen hat, Verantwortliche dieser Machenschaften vor Gericht zu bringen.